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Verwaltung und Daten

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Tradition Andalusiens

Seit 1981 nennt sich die Region eine Comunidad Autónoma, also eine der 17 selbstverwalteten spanischen Länder. Vor allem wird in den spanischen Ländern Kultur, Bildung, Soziales, Gesundheit, Tourismus und polizei selbstverwaltet. Andalusien hat 8 Mio. Einwohner, ist damit fast so groß wie portugal, jedoch größer als Österreich. Die südspanische Region nimmt mit knapp 87.300 km2 fast ein Fünftel des spanischen Königreiches ein. Die Landeshauptstadt ist Sevilla mit knapp einer Million Einwohner. Andalusien unterteilt sich in 8 provinzen, von West nach Ost wären das Huelva, Sevilla, Cádiz, Córdoba, Malaga, Jaén, Granada, Almeria.

Geographie

Andalusien wird im Norden von der Sierra Morena begrenzt (von portugal bis Valencia) mehr im Süden von der wesentlich ruppigeren Cordillera Bética. Dazwischen liegt das große Tal des Guadalquivir (WAD AL-KABIR der “Große den Arabern, bei den phöniziern Baets oder später Betis), der zum Atlantik hin langsam mündet, und hier den wohl berühmtesten spanischen Nationalpark bildet, das Marschland und Sumpflandschaften von Coto de Doñana. Der Guadalquivir misst 722 km Länge von seinem Ursprung (Sierra de Cazorla, Segura y Las Villas) bis zur Mündung bei Sanlúcar de Barrameda, das Tal umfasst fast 60.000 km2 sehr fruchtbarer Fläche. Andalusien grenzt im Süden an das Mittelmeer und im Westen an den Atlantik, der höchste Berg auf der iberischen Halbinsel(Mulhacén 3.475m) befindet sich ebenso hier wie die Niederschlagsreichste Gegend (Grazalema), aber auch die trockenste Zone von Spanien (östlich von Almeria). Die ruppige Berglandschaft macht die Region so vielfältig und interessant. Fast ein Viertel der andalusischen Fläche steht unter Naturschutz.

Bevölkerung

In Andalusien haben sich die größten Bevölkerungszentren traditionell im Tal des Guadalquivir gebildet wie überall in Europa. Mit enormen Wachstum des Tourismus haben auch die Küstenregionen in den letzten 60 Jahren stark an Bevölkerung gewonnen. Vor allem des milde Klima am Mittelmeer hat viele Einheimische und Fremde dazu bewegt sich hier niederzulassen, mit steigendem Reichtum kamen immer mehr dazu. Die Bevölkerungszentren haben den Nachteil der großen Siedlungsdichte, aber den Vorteil das große Landesteile fast unberührt geblieben sind, aufgrund der fehlenden Menschen die es besiedeln.

Klima

In Südspanien ist das Klima mild, im Sommer heiß. An den Küstenregionen sehr temperiert (milde Winter und nicht allzu heiße Sommer), im Hinterland allerdings extremere Temperaturen. Sie werden aber wohl wenige Zonen finden wo auf so engem Raume das Klima noch vielfältiger sein könnte als hier in Andalusien: Wenn Sie im März Skifahren gehen bläst Ihnen tagsüber bei Minusgraden ein kalter Wind um die Nase, beim abendlichen Bier in Malaga dürfen Sie den Tag bei einem Bier und 22ºC Abendtemperaturen Revue passieren lassen. Heißeste Gegend ist das Flussbecken des Guadalquivir (bis 45ºC im Sommer), am kühlsten ist es auf den Bergen oder in der Nähe von Tarifa. Am Mittelmeer ist das Klima das ganze Jahr lieblich und frühlingshaft, die heiße Zeit von Mitte Juli bis Ende August ist selbst an der Küste erträglich. In Marbella ist die Temperatur im Juli oft 15ºC niedriger als in Cordoba oder Sevilla, daher auch der große Andrang in den schulfreien Sommermonaten: Das gesamte Landesinnere drängt sich nun an die Küsten, der milden Temperaturen wegen.

Reisezeit

Obwohl alle vor allem im August nach Andalusien kommen ist für mich die beste Reisezeit Mitte September bis Ende Juni. Ein ewiger Frühling! Selbst im Januar können Sie im kurzärmeligen Hemd draußen sitzen. Der besondere Vorteil in diesen Monaten herzukommen: Es ist nicht überlaufen, Strände leer und die Sehenswürdigkeiten angemessen gefüllt. Badezeit im Meer ist von März bis Ende November. Ab der Noche de San Juan (ein sehr sehenswertes Fest am 23 Juni) sind Schulferien, bis Mitte September. Die Küstenregionen und Strände sind dann recht überfüllt, denn ganz Spanien sehnt sich nach der frischen Meeresbrise und die gibt es nur an den Küsten. Sehr beliebte Reisezeit der lokalen Bevölkerung ist die Semana Santa, die Karwoche an Ostern.